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Kasmandl
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im UNESCO Biosphärenpark Salzburger Lungau


Kasmandl

Nach Volksüberlieferungen ist das Kasmandl ein kleines Männlein mit eisgrauer Farbe und runzligem Gesicht. Zur Sommerzeit lebt es in den Bergen, wo es sich von Wurzeln und Kräutern ernährt. Im Herbst, wenn der Senner oder die Sennerin zu Martini (11.11.) endgültig von der Alm ins Tal zurückkehrt, kommt das Kasmandl zu den Almhütten sucht und sammelt was zurückgelassen wurde, von denen es sich den langen Winter hindurch ernährt. Am Vorabend zu Georgi (24.4.) wird das Kasmandl durch Lärm vertrieben. Erst dann betreten die SennerInnen und Bauersleute die Almhütte.

 

Bis heute entstand daraus der Brauch des Kasmandlgehens: Am Vorabend von Martini gehen Kinder verkleidet von Haus zu Haus. Sie sprechen Gedichte, singen Lieder von der Alm und verteilen als Dankeschön für Trinkgeld Lungauer Rahmkoch und Schnuraus (gebackene Mäuse).


Krampus & Nikolaus

Gestalten, erschreckende Fratzen und wildes Geläute. Die Ohren lauschen gespannt auf das schwere Dröhnen der Kuhglocken, die diese unheimlichen Gesellen auf den Rücken geschnallt haben. Und dann erspäht man sie schon: die Silhouetten der imposanten Gestalten. Die holzgeschnitzte Maske zeigt ein verzerrtes, böses Gesicht. Spitze Zähne, eine knorrige Nase und nach allen Seiten gedrehte Hörner vervollständigen den Schrecken. Durch die Maske und die Hörner überragt er alle um Haupteslänge. In ein zottiges Fell gehüllt und mit einer kräftigen Rute in der Hand, ähnelt der Krampus einem Furcht erregenden Unhold.

 

Heute beleben wieder zahlreiche junge Menschen dieses 500 Jahre alte Brauchtum und die Krampusläufe sind immer aufwendiger geworden: mit eigens konstruierten Wagen, lauter Musik und Feuer. 

 

Dem Nikolaus gehorchen sie aufs Wort
Der Brauch des Krampus-Laufens geht zurück auf den gütigen Bischof Nikolaus, der am Abend des 5. und 6. Dezembers mit Hirtenstab, Bischofsmütze und prächtigem Gewand durch die Gassen zieht. Seine Gehilfen sind ein Engel, der das Buch mit den guten Taten aller Menschen hält und ein knorriger alter Mann mit einem Korb voller kleiner Geschenke, der so genannte „Guatseltrager“. Und natürlich der Krampus als Abgesandter des Bösen.

 

Mit jedem Nikolaus laufen sechs bis acht Krampusse. Während der Nikolaus die braven Kinder belohnt und ihnen aus dem Korb des Guatseltragers Süßigkeiten schenkt, bestraft der Krampus die Unartigen. Nur der Nikolaus kann mit seinem Hirtenstab den Krampussen Einhalt gebieten.


Lungauer Osterfeuer

Schon in der vorchristlichen Zeit entzündete man zu Ehren der Göttin Ostara Feuer und huldigte ihr mit einem eigenen Lichtfest. Im Jahre 739 berichtete der hl. Bonfiaz über die Osterfeuer der Germanen, deren Brauchtum er mit großen Eifer auszurotten versuchte. Ab dieser Zeit an weihte die Kirche das Osterfeuer und gab ihm damit ein christliches Gepräge. Der Brauch der Osterfeuer blieb bis heute noch weiterhin erhalten.

 

An diese Lungauer Osterfeuer knüpft auch folgende, angeblich wahre Bergebenheit: Als im Jahre 1797 die Franzosen den Lungau heimsuchten, waren sie von den Böllerschüssen dermaßen überrascht, dass sie sich von allen Seiten von Feinden umringt und eingekesselt glaubten. Hals über Kopf ergriffen sie die Flucht.

 

Die aus Rundholz gezimmerten, bis zu 12 Meter hohen und mit Reisig gefüllten Türme sollen den Wunsch nach dem Wiedererwachen der Natur sowie die Freude über die Auferstehung des Herrn ausdrücken. Die Lungauer Osterfeuer werden jedes Jahr kurz nach Dunkelwerden von Karsamstag auf Ostersonntag entfacht.


Palmbuschen

Die Palmbuschen aus Weiden - sowie Buchszweigen bei der Palmsonntagprozession erinnern an die Palmzweige beim Einzug Christi in Jerusalem. Die Palmbuschen werden meist vom Vater oder Großvater gebunden und mit bunten Krepp- oder Seidenpapierschleifen sowie Röschen behängt. nach der Weihe werden die Palmbuschen als Abwehr- und Fruchtbarkeitssymbol in den Garten bzw. auf das Feld getragen oder im Haus verwahrt und am Hl. Abend sowie Silvester als Weihkräuter verwendet.


Grawirlacheier zu Ostern

Das Bemalen der Eier zu Ostern begann im 12./13. Jahrhundert und bis zu Beginn des 1. Weltkrieges war das rote Osterei in Österreich die Regel. Bald danach tauchten Ostereier in verschiedensten Farben auf und werden bis heute geritzt, besprenkelt, beschrieben, beklebt und bemalt. Eine Besonderheit im Lungau ist das Färben von sogenannten "Grawirlacheiern". Dabei wird ein gekochtes Ei auf ein mit "Grawirlach" (zottiges, grünes Kerbelkraut), "Kasbleamen" (Krokus) und Zwiebelschalen belegtes Leinentuch gelegt, umwickelt, an beiden Enden zusammengebunden und für einige Minuten in die Eierfarbe gelegt. Auf den Eiern entstehen dadurch besonders schöne und einzigartige Muster. Die Ostereier stehen als Symbol für Fruchtbarkeit und Neubeginn.


Die Ratscherbuben

Meist sind es Schüler, die mit ihren, aus Holz selbstgebastelten, schnarrenden und knatternden Trommelratschen von Gründonnerstag bis Karfreitag durch die Lande ziehen, vor den Häusern, die Zeiten verkünden dabei singen: "Wir ratschen, wir ratschen den englischen Gruas (= Engelsgruß), den jeder Christgläubige betn muas. Foits niada auf enkane Knia, bets drei Vaterunser und a Ave Maria" (Übersetzung: Fällt nieder auf eure Knie, betet 3 Vaterunser und eine Ave Marie). Am letzten Tag singen sie: "Wir ratschen und ratschen zum letzten Mal z´samm, weil die Glocken sind wieder da aus Rom." Dann gehen sie in die Häuser und bitten um eine kleine Gabe - meist ein rotes Ei, Süßigkeiten oder etwas Geld.


Gonesrennen am Ostermontag

Bei diesem uralten Spiel in Wölting stellen sich Mädchen und Burschen paarweise in einer Reihe auf. Ein Bursche - der Gones "Gänserich" - ruft dabei "Gones, Gones, kikeriki - des letzte Paarl her für mi". Das Paar läuft sodann getrennt voneinander nach vorne und wenn es dem Gones gelingt, das Mädchen zu fangen, ist der unterlegene Bursche der neue Gones.

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