Weihnachten – Ruhe und Besinnlichkeit

Die stillste Zeit im Jahr ist mit vielen Traditionen verbunden und vom gelebten Brauchtum
geprägt.  So werden nach alten Rezepten Kekse und Kletzenbrot gebacken, die selbst
gebauten Krippen aufgestellt und das Räuchern lässt uns zur Ruhe kommen.

Zeit für Brauchtum und Tradition

Krippen in verschiedenen Varianten

Traditionell werden in den Häusern und Kirchen die sogenannten Krippen aufgestellt. Sie stellen in mehreren Varianten die biblische Weihnachtsgeschichte von der Geburt Jesu Christi dar. Die Krippen werden aus verschiedenen Materialien (traditionell in mehrstündiger Handarbeit, aus Holz oder alten Wurzeln) und in unterschiedlichen Größen hergestellt. Darin befinden sich die Heilige Familie mit dem neugeborenen Jesuskind in einer Futterkrippe, Ochs und Esel im Hintergrund, Engel, die die Botschaft an die Hirten auf dem Felde verkünden, Hirten mit ihren Schafen und ab dem 6. Jänner umher die Heiligen Drei Könige. An die biblische Geschichte angepasst verändert sich das Krippenbild Tag für Tag.

Räuchern in den Raunächten

Im Salzburger Lungau wird traditionell, vor allem in drei oder vier von zwölf Rauhnächten, geräuchert. Die Rauchnächte sind vom 24. Dezember bis zum 6. Jänner, meist  wird in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember, an Silvester (31.12. auf den 01.01.) und am Dreikönigstag (5./6. Jänner) das Haus/die Wohnung und der Hof ausgeräuchert. Dies soll die Menschen und Tiere, welche darin wohnen, schützen und böse Geister vertreiben. Geräuchert wird meist mit heimischen Kräutern, welche bei der Kräuterweihe am 15. August in der Kirche gesegnet wurden, Weihrauch, Harzen oder Ästen bestimmter Bäume. In den Orten Zederhaus und Muhr werden die geweihten Blumen der Prangstangen zum Räuchern verwendet. Nach alter Tradition sollte in diesen Nächten keine frischgewaschene Wäsche aufgehängt sein, da dies großes Unheil und Schaden bringt.

Mehr über die Tradition des Räucherns erfährst du hier


 

Weihnachtliche Spezialitäten

Neben Keksen gibt es auch noch Stollen, Früchte- und Kletzenbrot, das mit Butter vernascht wird. Dabei greifen viele auf die seit Generationen weitergegebenen Rezepte zurück. Genüsslich werden die Linzeraugen, Lebkuchen, Vanillekipferl und das Apfelbrot bei köstlichem Punsch, Glühwein oder Früchtetee verspeist.  Die Lungauer Bratwürste gehören zur (Vor-)Weihnachtszeit dazu und jede Lungauer Bratwurst schmeckt etwas anders. So hängt der Geschmack nicht nur von den Gewürzen ab, sondern vielmehr auch ob und wie stark geräuchert wird.

Auch wenn dieses Weihnachten anders sein wird als wir es kennen, werden wir unsere Bräuche und Traditionen ausleben.
So wird es ein stilleres Fest im engsten Familienkreis und dennoch werden wir den Zauber von Weihnachten spüren.

 

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