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Originale Lasaberger Kasmandlgedichte


Gepostet am 07. November 2018
©Anja Hutter - Kasmandl

Liabe leit - hiaz is Kasmandlzeit

Kasmandl

Nach Volksüberlieferungen ist das Kasmandl ein kleines Männlein mit eisgrauer Farbe und runzligem Gesicht. Zur Sommerzeit lebt es in den Bergen, wo es sich von Wurzeln und Kräutern ernährt. Im Herbst, wenn der Senner oder die Sennerin zu Martini (11.11.) endgültig von der Alm ins Tal zurückkehrt, kommt das Kasmandl zu den Almhütten sucht und sammelt was zurückgelassen wurde, von denen es sich den langen Winter hindurch ernährt. Am Vorabend zu Georgi (24.4.) wird das Kasmandl durch Lärm vertrieben. Erst dann betreten die SennerInnen und Bauersleute die Almhütte.

 

Bis heute entstand daraus der Brauch des Kasmandlgehens: Am Vorabend von Martini gehen Kinder verkleidet von Haus zu Haus. Sie sprechen Gedichte, singen Lieder von der Alm und verteilen als Dankeschön für Trinkgeld Lungauer Rahmkoch und Schnuraus (gebackene Mäuse).

 

Originale Lasaberger Kasmandlgedichte:

 

Bäuerin:

Ferienregion Salzburger Lungau

"I bin die Beiren va den Hof, ho a groaßas Privileg, mit mir schofft koa Chef fa da Wed und a da Bauer nit fü! I woas seba wos i dua und wos nie.

Goa fria stea i auf, saus aussi in Stoi, moch mei oabeit gonz gwissnhoft schnö, doch do foit ma ei, a ratscha mit da nochbarin, der muas heit sei. Und wonnse koan Kaffee hot, donn trink ma hoid an Wei. Mia ratschn van shoppn bis za da EU, je mei, de kemant und schoffnt und wo de übaroi einegoffn?!

Oba mia mochn ins do nix draus, mia datn uns jo glei söba schodn, de liegatn uns jo olle tog in mogn. Und hiaz liabe leit mecht i enk noch sogn, diats gsund bleibn und nia nix zwieda sei, nocha kea ma nexts joa wieda bei eich ei!"

 

 

Zwerg:

"I ban da Zwerg, do moads es glei da Zwerg alloa dea is wichtig auf die Berg. I ho überoi meine Augn und wonn da Jager scho  long in da Hittn umma huckt, des mocht mie am meisten verruckt. Und wenn da Hoita vaschloft,  nocha daschreck i eam , dassa glei so ausn Bett aussahupft.

Es Kasmandl hot fia mie a Rahmkoch gschtibitzt, bua, do hom meine Augn glei so blitzt. Hiaz is ma nua mehr zan lochn, i suach ma a feins Platzl und dua in Winter verschlofn."

 

 

 

Kasmandl:

Ferienregion Salzburger Lungau

"I bins Kasmandl mit an gonz groaßn Huat und vazö enk wos a Kasmandl üban Summa a so duat. I hob gsunga und glocht und olle Tog an Puchzlbam gmocht. I hob in Hoita tratzt und de Sennerin daschreckt und hob mie nocha huseg vasteckt.

In da fria ho ies kitzlt und aussa gschreckt ausn Bett, wei sunst wuchtse es länger liegn bleiben gach gwent. Und so is da Summa wie im Flug vagonga und es is schoa wieda soweit, da 10. November is Kasmandlzeit!"

 

 

 

Halter:

"Da Hoita bin i heia gwen auf da Losaberger Oim. Hob guat gschaut auf olle Kia, Keibla und Koim. Zan sunnliegn is ongla nia gonga, weil oiwei noss is gwen da Onga. So binni hoid oft in die Hittn gschlichn und ho ma kniatiaf butta aufs brot aufigstrichn.

Die Sennerin hot kocht gonze pfona foi Rahmkoch und kost hotse seba. Oba i ho schoa gfundn iare hoamlan Platzla, wonn se mie dawischt hiat, hiat se ma scho aufkaut auf meine Pratzla. Am scheanstn is gwen, wenn ma vor da hittn sen gsessn und hom ban jodla zan oabeitn vergessn. Und so is hoid gonga, da summa so schne vorbei, oba glabs ma es kimb wieda da Mai. Und nocha wa i gern beim Auftrieb wieda dabei."

 

 

Übersetzung:

 

Bäuerin:

Ich bin die Bäuerin von diesem Hof, ich habe ein großes Privileg, mit mir schafft kein Chef von dieser Welt und auch der Bauer nicht viel! Ich weiß selbst was ich mache und was ich will.  

Ganz früh steh ich auf, laufe in den Stall und mache meine Arbeit ganz gewissenhaft schnell, doch dann fällt mir ein, ein bisschen plaudern mit der Nachbarin, dass muss sein. Und wenn sie keinen Kaffee hat, dann trinken wir einen Wein. Wir plaudern übers Shoppen und die EU, ach ja, die kommen und schaffen und wo die überall hinein gaffen?

Aber wir machen uns nichts draus, das würde uns ja nur selber schaden, das lege uns ja jeden Tag im Magen. Und jetzt liebe Leute möchte ich euch noch sagen, bleibt's gesund und seid nicht wütend, dann kommen wir nächstes Jahr wieder und kehren in euer Haus ein.

 

Ferienregion Salzburger Lungau

Zwerg:

Ich bin der Zwerg, denn nur der Zwerg allein ist wichtig in unsere Berg. Ich habe meine Augen überall und wenn der Jäger schon lange in seine Hütte sitzt, das macht mich am Meisten verrückt. Und wenn der Halter verschläft, dann erschrecke ich ihn, dass er aus dem Bett raushüpft..

Das Kasmandl hat für mich ein Rahmkoch gestohlen, da haben meine Augen gestrahlt. Jetzt kann ich nur noch lachen, ich suche mir eine feines Platzerl und verschlafe den Winter.

 

Kasmandl:

Ich bin das Kasmandl mit einem ganz großen Hut und erzähl euch was ein Kasmandl über den Sommer alles tut. Ich habe gesunden und gelacht und jeden Tag einen Purzelbaum gemacht. Ich habe den Halter geärgert und die Sennerin erschreckt und habe mich dann ganz schnell wieder versteckt.

In der Früh habe ich sie gekitzelt und aus dem Bett getrieben, sonst würde sie sich daran gewöhnen, länger zu liegen.  Und so ist der Sommer wie im Fluge vergangen und es ist schon wieder soweit, der 10. November ist Kasmandlzeit!

 

Halter:

Ich war der Halter auf der Lasaberger Alm. Habe gut geschaut auf alle Kühe, Kälber und Kalben. Zum Sonnenliegen bin ich fast nie gekommen, weil es immer so Nass war. So bin ich öfter in die Hütte geschlichen und habe mir knietief Butter auf mein Brot gestrichen.

Die Sennerin hat ganz viel Rahmkoch gemacht, aber gekostet hat nur sie selber.  Aber ich habe ihre heimlichen Verstecke gefunden, wenn sie mich erwischt hätte, hätte sie mir auf meine Finger gehaut. Am Schönsten war es, wenn wir vor der Hütte gesessen sind und beim Jodeln auf die Arbeit vergessen haben. Und so war es, der Sommer ist so schnell vorbei, aber glaubt mir, es kommt wieder der Mai. Und dann wär ich gerne wieder beim Auftrieb dabei.

 


 

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©Anja Hutter - Kasmandl


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